Was wissen wir?



Die Weltraumforschung ist wohl zweifellos eines der wichtigsten Gebiete der Wissenschaft. Anfang der 50er und 60er hatte man es noch leicht, das Ziel war einfach nur schneller als der "Feind" bzw. schneller als der "Kapitalismus" auf dem Mond zu landen.

Heute fehlt einfach ein Ziel, ein Grund, warum die Regierungen Milliarden in die Raumfahrt stecken sollten.

Seit neuesten haben wir ein Ziel: Die Suche nach außerirdischem Leben.

Das einfachste wäre natürlich, einfach zum nächsten Stern zu fliegen und dort nachzusehen, ob dort jemand ist. Doch leider können wir das noch nicht und so ist uns eine andere Idee gekommen.

Auf der Erde werden Nachrichten durch Radiowellen verschickt, da es billig ist und mit Lichtgeschwindigkeit geschieht. Eine Zivilisation, die noch nicht über fantastische Techniken verfügt, muss also dasselbe tun, sozusagen den Weltraum mit Radiowellen "verschmutzen". Also halten wir einfach unsere Antennen nach oben und hoffen, dass von irgendwoher ein Signal kommt.



Das ist leider sehr schwierig, da die Entfernungen im Weltall einfach so gigantisch sind, dass diese Signale einfach ihre Zeit brauchen, um zu uns zu kommen. Das ehrgeizige Seti- Projekt (Suche nach außerirdischem Leben), dass sich damit beschäftigt, hat leider auch noch keine brauchbaren Ergebnisse geliefert.

Weiters kommt hinzu, dass es noch eine Vielzahl anderer natürlicher Radioquellen (besser als Radiowellenquellen) gibt, allen voran Sterne, es ist das selbe, als würde man mit einem Handy mit sehr schlechtem (und in diesem Fall auch sehr späten) Empfang telefonieren.

Und so machen wir uns selbst auf die Suche nach Planeten. Solche, die sich außerhalb des Sonnensystems befinden, heißen Exoplaneten.
Bisher wurden an die 60 solcher Planeten entdeckt, doch jeder von ihnen ist in etwa so groß wie der Jupiter und wir sind technisch noch nicht in der Lage, Planeten in Erdgröße zu finden.

Allerdings könnte es auch hier wieder die Möglichkeit geben, dass um einen solchen Riesenplaneten ein fruchtbarer Mond kreist.

Die ESA (European Space Agency) möchte in den nächsten Jahren zwei weitere ehrgeizige Projekte, "Darwin" und "Eddington", starten und diese sollen sich erstmals ernsthaft mit der Suche nach Planeten in Erdgröße machen.

Die Suche geht weiter.

Jetzt verlassen wir die natürlichen, uns bekannten Sphären und denken über Leben nach, das wir uns so nicht vorstellen können...