ERDE
Als bestes Beispiel (und zur Zeit auch einziges) für die Entwicklung von Leben ist die Erde. Man schätzt, dass dieser einzigartige, verblüffende Prozess namens Leben vor etwa 3,8 Milliarden Jahren stattfand. Da wir nicht die Möglichkeit besitzen in der Zeit zurückzugehen und zu beobachten, wie es geschah, muss man dabei in etwa wie ein Detektiv vorgehen.
Große Streitigkeiten gibt es dabei, wie damals die Erdatmosphäre ausgesehen hat. Denn es ist stark anzunehmen, dass die Entwicklung, so wie das Leben heute, von der Zusammensetzung der Luft abhing.
Wir beginnen die Geschichte 3 800 000 000 v. Chr.. Der große "Angriff" aus dem Weltraum durch die Reste der Planetenentstehung, der Asteroiden, hat aufgehört. Die ganze Erde ist leblos. Wirklich? Nein! In einer kleinen Ecke, irgendwo auf der Erde leistet ein Molekül Widerstand und bleibt am Leben.
Was für ein Molekül dieser Zaubertrank nun wirklich war, weiß man leider nicht, doch so wie Asterix hatte es gewaltige Folgen.
Man nimmt an, dass die Atmosphäre zu dieser Zeit größtenteils aus Wasserdampf, Kohlendioxid und Stickstoff bestand. Das Urmolekül hat nun begonnen, Kopien von sich anzufertigen. Achtung, jetzt gehe ich die Evolution blitzschnell durch.
Allmählich entwickelten sich Algen in den Ozeanen, woraus sich nach einiger Zeit Pflanzen auf dem Kontinent bildeten. Pflanzen betreiben Photosynthese, bei der sie CO2 in O2, also Sauerstoff umwandeln. Ausgerechnet dieses, für Tiere lebenswichtige, Element gab es in der Uratmosphäre fast gar nicht, da Sauerstoff, ironischer Weise, ein sehr zerstörerisches Gas ist.
Durch diese Umwandlung gab es in der Atmosphäre immer mehr und mehr Sauerstoff und vor zirka 600 Millionen Jahren lernten einige Moleküle sich vor diesem Stoff zu schützen und ihn als Energieerzeuger zu benützen. Plötzlich mussten einige Moleküle keine Photosynthese betreiben und konnten die neue Energie für andere Prozesse benützen.
Dieser Zeitpunkt wird auch "kambrische Explosion" genannt, denn zu diesem Zeitpunkt beginnt die Entwicklung der Tiere. Diese breitete sich explosionsartig aus und vor etwa 4 Millionen Jahren stiegen einige von ihnen von Bäumen herab und wurden Menschen.
Das war jetzt vielleicht ein bisschen sehr kurz und wahrscheinlich wird mich meine Biologielehrerin dafür würgen.
Es gibt auch die Theorie, dass das Leben von Kometen kommt und diese es auf die Erde gebracht haben.
Das finde ich eher unwahrscheinlich, denn erstens ist der Weltraum wohl die lebensfeindlichste Umgebung die wir kennen
(Kälte, Strahlung, etc.) und selbst wenn ein Molekül das überleben würde, beim Aufprall eines Meteoriten werden Kräfte von mehreren Atombomben frei.
Die letzten Gedanken eines Moleküls wären dann wohl:
"Juhuu, ich hab die Atmosphäre überlebt!"
"Oh, nein..."
Und dann gibt es natürlich noch Sci-Fi Fanatiker, die sagen, dass wir vom Sirius oder sonst woher kommen. Okay, das mag vielleicht stimmen, dann stellt sich aber wieder die Frage, wie das Leben dort entstanden ist usw...
Aber wenn alles stimmt, was ich oben beschrieben habe, dann sieht die Entwicklung doch nicht so kompliziert aus, oder? Gehen wir doch nun in die Gegenwart wo wir uns fragen, was wir eigentlich wissen über Leben im Universum.